Mehrsprachige Dokumentation

Eine Anleitung, vier Sprachen, ein Stand.

Wer in die Schweiz und in die EU liefert, dokumentiert in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch – und oft darüber hinaus. Der Aufwand entscheidet sich nicht beim Übersetzen, sondern davor: beim Schreiben, bei der Terminologie und bei der Struktur der Quelle.

Grundsätze

Mehrsprachigkeit beginnt im Deutschen.

Sechs Regeln, die Übersetzungskosten senken und die Qualität in jeder Sprache gleich halten.

Übersetzungsgerecht schreiben

Kurze Sätze, ein Begriff pro Sache, keine Wortspiele, Handlungsanweisungen im Imperativ. Das liest sich auf Deutsch besser und übersetzt sich ohne Rückfragen.

Terminologie pflegen

Ein Glossar je Kunde: Benennungen, verbotene Varianten, Übersetzungen. Es wächst mit jedem Projekt und wird an Übersetzer und Konstruktion weitergegeben.

Wiederverwenden statt kopieren

Module, die in mehreren Anleitungen stehen, werden einmal übersetzt. Translation-Memory-fähige Quellen (XML) machen die zweite Sprache und die zweite Maschine günstiger.

Übersetzung steuern

Ich arbeite mit Fachübersetzern für Maschinenbau zusammen, briefe sie mit Glossar und Bildern und prüfe den Rücklauf fachlich. Eigene Sprachen und feste Übersetzungspartner ergänzen.

Layout in jeder Sprache prüfen

Französisch läuft 20 Prozent länger als Deutsch: Tabellen, Handlungsbilder und Warnhinweise werden in jeder Sprache kontrolliert, nicht nur in der ersten.

Schweizer Besonderheiten

Schweizer Hochdeutsch ohne ß, französische und italienische Landesteile, Maßeinheiten und Normverweise für die EU und die Schweiz parallel.

Sprachen

Die Landessprachen der Schweiz – und Englisch.

Für den Schweizer Markt und den Export in die EU, mit Blick auf die Normen beider Seiten.

Deutsch (DE, CH)Quellsprache. Schweizer Hochdeutsch auf Wunsch als eigene Variante (ohne ß, Schweizer Benennungen).
FranzösischRomandie und Frankreich; Normverweise und Sicherheitszeichen wie in der EU.
ItalienischTessin und Italien.
EnglischExport und Konzernsprache; US-Markt mit ANSI Z535 statt ISO-Warnhinweisen, wenn gefordert.
Weitere SprachenÜber Fachübersetzer nach Bedarf; Quelle und Layout bleiben bei mir. Erfahrungswerte zu weiteren Sprachen ergänzen.
AusgabeEin Layout für alle Sprachen, sprachgetrennte PDFs oder mehrsprachige Ausgaben, digitale Anleitung mit Sprachumschaltung.

Ablauf

Vom deutschen Original zur freigegebenen Fremdsprache.

So bleibt jede Sprache auf demselben Stand wie die Maschine.

Quelle festziehen

Deutsche Fassung fachlich freigeben, Glossar aktualisieren – erst dann geht etwas in die Übersetzung.

Übersetzer briefen

Glossar, Bilder, Kontext, Zielmarkt. Rückfragen laufen über mich, nicht über Ihre Konstruktion.

Fachlich prüfen

Rücklauf gegen Glossar und Quelle prüfen; Ihre Landesvertretung liest gegen, wenn Sie eine haben.

Setzen und ausliefern

Layout je Sprache, Warnhinweise und Bilder kontrolliert, Ausgabe in den vereinbarten Formaten. Änderungen später: nur die Deltas.

Nächster Schritt

Welche Sprachen braucht Ihr nächstes Produkt?

Schicken Sie mir eine bestehende Anleitung – ich sage Ihnen, wie übersetzungsfertig sie ist und was sich lohnt.